Stefans Abenteuer im Land der fehlenden Berge und in der Physik
Über mich
StefanIch bin seit Juni 2007 Doktorand an der TU Delft, Niederlande. Neben (theoretischer) Physik interessiere ich mich für Politik, Bücher aller Art und Radfahren. Für weiteres, siehe meine Homepage.

Sonntag, 13. September 2009

Ik ben verhuist

Für alle die es noch nicht wissen: Treu meines Lebensrythmus der letzten neun Jahre, nie länger als zwei Jahre an der gleichen Adresse zu wohnen, bin ich mal wieder umgezogen. Nun gut, der eigentliche Grund war natürlich nicht, dass ich spätestens nach zwei Jahren umziehen muss, vielmehr hatte ich langsam die Nase voll von billigen Studentenwohnungen (immerhin bin ich ja kein Student mehr, und alt dazu noch...). Und so traf es sich gerade ganz gut, dass Mireia, meine (jetzt nicht mehr so ganz neue) Kollegin aus Spanien und Joost, ein Bachelor (inzwischen Master-) Student in unserer Gruppe eine Wohnung suchten.

Nun ja, Wohnungssuche in Delft ist so eine Sache. Zuersteinmal ist es so, dass die Wohnungsmakler den ganzen Markt monopolisiert haben. Sprich, ohne einen Makler einzuschalten findet man nichts. Und Makler heisst auch, eine Monatsmiete Kommission loszuwerden. Umziehen wird also nicht billig. Und dann ist es einfach so, dass es viel zu viele Wohnungssuchende gibt. Sprich, Makler können es sich erlauben, auch mal jemanden zu vergrätzen -- mehr als einmal kamen wir zu einem Termin, und vom Makler weit und breit keine Spur. Oder wir bekamen zwei Minuten vorher einen Anruf, in dem uns der Makler mitteilte, er hätte gerade herausgefunden, dass das gewünschte Objekt doch nicht für Nicht-Ehepaare zu mieten sei...

Nun gut, schlussendlich haben wir dann eine Wohnung gefunden: Zwar nicht mehr in der Innenstadt gelegen, dafür aber strategisch günstig über dem Aldi und einem Fahrradladen. Und zur Altstadt und Bahnhof sind es auch nur knappe 300 Meter. Aber was viel besser ist: Endlich wohne ich in einer Wohnung mit einem grossen Wohnzimmer (inkl. Essecke!) und unsere Küche ist eine neue Einbauküche und nicht aus den Restbeständen der letzten 100 Jahre zusammengestöpseltes etwas. Und obendrein habe ich zwei klasse Mitbewohner. Mehr kann man eigentlich gar nicht wollen.

2 Kommentare:

Michael Nock hat gesagt…

Schon seltsam, dass sich im Zeitalter der digitalen Technologie und Vernetzung ein Maklermonopol halten kann.

Stefan hat gesagt…

Naja, für einen Vermieter ist ja so ein Makler ja durchaus praktisch: Keinen Ärger mit Besichtigungsterminen, kein lästiges Aussieben von Leuten, die man definitiv nicht will usw. Und die Kosten für den Makler trägt ja der Mieter.